Fortlaufende Bewehrungspositionierung

Modified: 11 Dez. 2025 Tekla Structures 2025

Fortlaufende Bewehrungspositionierung

Mit der fortlaufenden Bewehrungspositionierung können Sie der Bewehrung fortlaufende Positionsnummern innerhalb der einzelnen Bauteile oder Betoniereinheiten zuweisen. Die fortlaufende Positionierung beginnt in der Regel bei 1. Mit fortlaufender Positionierung können Sie z. B. die Einbaureihenfolge der Stäbe angeben.

Die fortlaufende Bewehrungspositionsnummer dient optional als zusätzliche Kennzeichnung zur regulären Positionsnummer der Bewehrung (REBAR_POS), die als Grundlage für die Identifizierung identischer Bewehrungsobjekte und Bauteile im Modell dient. Die fortlaufende Bewehrungspositionierung baut auf Positionsnummern auf und weist identischen Stäben innerhalb eines Bauteils oder einer Betoniereinheit dieselbe fortlaufende Nummer zu.

Sowohl modellspezifische Positionsnummern der Bewehrung als auch bauteil- bzw. betonierabschnittspezifische fortlaufende Bewehrungspositionsnummern, können entweder einzeln oder gemeinsam in Zeichnungen und Listen angezeigt und für Exporte verwendet werden.

Fortlaufende Bewehrungspositionsnummern können allen Bewehrungsobjekttypen zugewiesen werden: Einzelne Bewehrungsstäbe, Bewehrungsgruppen, Bewehrungsstabsätze, Bewehrungsmatten und Bewehrungsspannglieder. Einer Bewehrungsbaugruppe hinzugefügte Bewehrungsobjekte werden innerhalb der besagten Baugruppe positioniert. Bewehrungsobjekte, die Bauteilen als Stahlunterbaugruppen hinzugefügt werden, z. B. Einbauteile, werden jedoch von der fortlaufenden Positionierung ausgeschlossen. Auch lose Bewehrungsobjekte, die von Teilen gelöst sind, werden ausgeschlossen.

Sobald Sie einen Betonierabschnitt anhand derselben Betonagenummer für mehrere Betonierteile definieren, werden diese bei der fortlaufenden Bewehrungspositionierung als eine Entität erachtet. Betonierteile ohne Betonagenummer werden als einzelne Teile erachtet und nicht mit anderen Betonierteilen ohne Betonagenummer kombiniert.

Anmerkung:

Fortlaufende Positionsnummern sind stets allen Bewehrungsobjekten innerhalb der Betoniereinheit bzw. des Betonierabschnitts zugewiesen. Wenn Sie den Selektierte Serien positionieren Befehl verwenden, werden möglicherweise nicht alle Bewehrungsobjekte in die Auswahl einbezogen. Bei solchen Fällen werden automatisch alle Bewehrungsobjekte innerhalb des Bauteils bzw. der Betoniereinheit in die Positionierung mit einbezogen.

Zur Nutzung von fortlaufenden Bewehrungspositionierungen in vorhandenen Zeichnungs- und Listenvorlagen zu verwenden, die mit älteren Versionen als Tekla Structures 2025 erstellt wurden, müssen die Vorlagen geändert werden. Das kann viel Mühe machen, wenn viele solcher Vorlagen vorhanden sind. Alternativ dazu können Sie über die Einstellung der folgenden erweiterten Optionen die Ausgabe der fortlaufenden Positionsnummern statt der Positionsnummern für Bewehrungen anzeigen:

Anmerkung:
  • Bei Einstellung der oben genannten erweiterten Optionen auf die Ausgabe mit fortlaufenden Bewehrungspositionsnummern können die ursprünglichen Positionsnummern der Bewehrung (REBAR_POS) nicht angezeigt werden.

  • Über diese erweiterten Optionen bestimmen Sie lediglich, wie die Positionsnummern der Bewehrung in Ausgaben angezeigt werden. In der Modelldatenbank werden Bewehrungen weiterhin mit den zugehörigen Positionsnummern gespeichert.

Zuweisen von fortlaufenden Bewehrungspositionsnummern

  1. So definieren Sie das Standardtrennzeichen für die fortlaufenden Bewehrungspositionsnummers:
    1. Öffnen Sie Menü Datei > , Einstellungen > Optionen > Positionierung.
    2. Wählen Sie in der Liste Trennzeichen für fortlaufende Bewehrungspositionierung Punkt (.), Komma (,), Schrägstrich (/) oder Bindestrich (-) als Standardtrennzeichen aus.

      Sie können auch die Option "leer" auswählen und das Trennzeichen später in das Positionierungspräfix aufnehmen und beispielsweise für jede Objektgruppe ein anderes Trennzeichen verwenden.

    3. Klicken Sie auf OK, um die Einstellung zu speichern und das Dialogfeld Optionen zu schließen.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Zeichnungen & Listen auf Positionierungseinstellungen > Positionierungseinstellungen, um das Dialogfeld Setup Positionierung zu öffnen.
  3. Öffnen Sie die Registerkarte Fortlaufende Bewehrungspositionierung.
  4. Wählen Sie aus der Liste Fortlaufende Bewehrungspositionierung die Option Ja aus.
  5. Unter Fortlaufende Bewehrungspositionierung für Objektgruppen verwenden definieren Sie, welchen Objektgruppen fortlaufende Bewehrungspositionsnummern zugewiesen werden sollen.

    Sie können entweder die Standardobjektgruppe mit dem Auswahlfilter Alle Bewehrungen und den Standardeinstellungen ändern oder neue Objektgruppen erstellen.

    1. Um eine neue Objektgruppe zu erstellen, klicken Sie auf Zeile hinzufügen.
    2. Wählen Sie eine Objektgruppenzeile aus.
    3. In der ausgewählten Zeile wählen Sie in der Spalte Filter einen Selektionsfilter aus.

      Um für alle Bewehrungsobjekte dieselben Einstellungen zu verwenden, können Sie die vordefinierte Option Alle Bewehrungen verwenden.

      Zum Erstellen eines neuen Filters oder zum Ändern vorhandener Filter (.SObjGrp) klicken auf der Symbolleiste Selektionsschalter auf und nutzen das Dialogfeld Objektgruppen - Selektionsfilter.

      Die folgenden Inhaltsoptionen können im Filter verwendet werden:

      • Bauteile, Bewehrungsbaugruppen oder Betonierabschnitte (Objekttyp = Baugruppe oder Betoniereinheit)

        Alle Bewehrungsobjekte in einem Bauteil, einer Bewehrungsbaugruppe oder einer Betoniereinheit erhalten eine Fortlaufende Positionsnummer.

      • Teile (Objekttyp = Teil)

        Alle Bewehrungsobjekte, die an ein Teil angefügt sind, erhalten eine fortlaufende Positionsnummer.

      • Bewehrungsobjekte (Objekttyp = Bewehrungsstab)

        Die gefilterten Bewehrungsobjekte erhalten eine fortlaufende Positionsnummer.

      • Kombinationen der oben genannten drei.

    4. In der ausgewählten Zeile wählen Sie in der Spalte Einstellungen die Einstellungen aus, die für die Objektgruppe verwendet werden sollen.

      Zum Definieren oder Ändern der Positionierungseinstellungen für die ausgewählte Zeile klicken Sie auf Einstellungen bearbeiten und befolgen dann die unter „Einstellungen der fortlaufenden Bewehrungspositionierung ändern“ beschriebenen Schritte.

  6. Um weitere Zeilen für Objektgruppenfilter hinzuzufügen, wiederholen Sie Schritt 5.

    Die Filter werden in der Reihenfolge der Liste nach von oben nach unten angewendet. Für jedes Bewehrungsobjekt wird der erste passende Filter verwendet.

  7. Zum Ändern der Reihenfolge der Zeilen wählen Sie eine Zeile aus und verschieben Sie mit den Schaltflächen Nach oben und Nach unten.
  8. Ob die fortlaufenden Bewehrungspositionsnummern innerhalb von Bauteilen oder Betoniereinheiten angewendet werden sollen, definieren Sie durch Auswahl der entsprechenden Option in der Liste Positionierung von Bewehrungsstäben in Ortbeton über.

    Die Liste ist nur verfügbar, wenn die Ortbetonverwaltung für das Modell aktiviert ist (die erweiterte Option XS_ENABLE_POUR_MANAGEMENT ist eingestellt auf TRUE).

    Bei Auswahl der Option Betonierteile berechnet Tekla Structures automatisch die Betoniereinheiten vor der Positionierung.

  9. Sie können die anderen Positionierungseinstellungen nach Bedarf ändern.
  10. Klicken Sie auf OK, um die Positionierungseinstellungen zu speichern und das Dialogfeld Setup Positionierung zu schließen.

    Tekla Structures speichert bei der nächsten Speicherung des Modells die Einstellungen in der Positionierungsdatenbank (<model_name>.db2) im aktuellen Modellordner.

  11. Zur Zuweisung neuer fortlaufender Positionsnummern von Bewehrungsobjekten, die sich seit der letzten Positionierung nicht geändert haben, löschen Sie die vorhandenen Nummern.

    Nutzen Sie dazu den Befehl Positionsnummer ändern > Bewehrungsstabnummern löschen im Menüband Zeichnungen & Listen.

  12. Aktualisieren Sie die Positionierung im Modell.

    Tekla Structures weist neuen und geänderten Bewehrungsobjekten bei der nächsten Anwendung eines Positionierungsbefehls wie Veränderte Objekte positionieren oder Selektierte Serien positionieren eine fortlaufende Bewehrungspositionsnummer zu.

Ändern der Einstellungen für die fortlaufende Positionierung von Bewehrungen

Im Dialogfeld Einstellungen für fortlaufende Bewehrungspositionierung können Sie die Einstellungen für fortlaufende Bewehrungspositionierung von Objektgruppen definieren und ändern.

  1. Wechseln Sie im Setup Positionierung Dialogfeld zur Fortlaufende Bewehrungspositionierung Registerkarte.
  2. Wählen Sie unter Fortlaufende Bewehrungspositionierung für Objektgruppen verwenden die Zeile einer Objektgruppe aus.
  3. Klicken Sie auf Einstellungen bearbeiten.

    Das Einstellungen für fortlaufende Bewehrungspositionierung Dialogfeld wird angezeigt.

  4. Wählen Sie aus, wie neue oder geänderte Bewehrungsobjekte positioniert werden sollen.

    Die Optionen sind Vergleichen mit alten Nummern und Neue Nummern verwenden. Sie können auch auswählen, dass alte Nummern wiederverwendet werden sollen.

  5. Über die Schaltfläche + fügen Sie dem Präfix die erforderlichen Elemente hinzu.

    Zusätzlich zum Hinzufügen von Elementen können Sie Text in das Feld Präfix eingeben.

    Zum Entfernen hinzugefügter Elemente aus dem Präfix wählen Sie das Element im Feld Präfix aus, drücken die rechte Maustaste und wählen Löschen aus.

  6. In der Liste Starten mit wählen Sie das Anfangszeichen aus oder geben es ein. Es gibt die Optionen Nummer und Buchstabe.

    Sollten spezifische Anfangszeichen für die fortlaufende Positionierung (Nummern oder Buchstaben) für unterschiedliche Bewehrungsobjekte innerhalb der einzelnen Bauteile oder Betoniereinheiten erforderlich sein, können Sie die Anfangszeichen auf der Registerkarte Bewehrung unter den benutzerdefinierten Attributen von Bauteilen bzw. Betoniereinheiten definieren. Für Bewehrungsstäbe, Bewehrungsmatten und Spannglieder gibt es jeweils separate Attribute:

    • Startnummer oder -buchstabe des Bewehrungsstab (RBR_SEQ_START_NO_R)

    • Startnummer oder -buchstaben Bewehrungsmatte (RBR_SEQ_START_NO_M)

    • Startnummer oder -buchstabe für Spannglied (RBR_SEQ_START_NO_S)

  7. In der Liste Sortieren nach wählen Sie die Parameter aus, die auf die Sortierung angewendet werden sollen.

    Plattenbewehrungen können z. B, nach Schwerpunkt und Stäbe der Einbaureihenfolge nach sortiert und mit folgenden fortlaufenden Positionsnummern versehen werden: Die unteren Stäbe mit dem niedrigsten Schwerpunkt zuerst, dann die Randstäbe und schließlich die oberen Stäbe.

    Denken Sie daran, dass Sie durch Eingabe der ersten Zeichen des Parameternamens nach Parametern suchen können.

    In der folgenden Tabelle sind die verfügbaren Parameter aufgeführt und ihre Verwendung beim Sortieren beschrieben:

    Parameter

    Beschreibung

    Biegeform

    Die Stäbe werden aufsteigend nach der Anzahl der Biegungen sortiert. Die Fertigungsgeometrie von Stäben wird verwendet. Bei Einstellung der erweiterten Option XS_REBAR_RECOGNITION_HOOKS_CONSIDERATION auf FALSE werden Haken von der Berechnung der Anzahl der Biegungen ausgeschlossen. Weisen mehrere Biegeformen dieselbe Anzahl an Biegungen auf, werden sie durch das spezifische Attribut SHAPE in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

    Durchmesser

    Der Nenndurchmesser des Stabes wird in der Sortierung verglichen.

    Länge

    Die Länge des Stabes wird beim Sortieren verglichen.

    Schwerpunkt

    Die Positionierung erfolgt zunächst anhand der globalen Z-Koordinate des Stabschwerpunkts und dann anhand der X- und Y-Koordinaten, stets in aufsteigender Reihenfolge.

    Bewehrungslage

    Die Positionierung erfolgt in drei Gruppen mit folgender Reihenfolge: Untere Stäbe, Seitenstäbe und obere Stäbe. Innerhalb der einzelnen Gruppe erfolgt die Positionierung anhand der Lagennummern. Dabei werden die Stäbe von unten und von der Seite mit der niedrigsten Lagennummer zu den oberen Stäbe mit der höchsten Lagennummer (von außen nach innen) sortiert.

    Wenn die Sortierreihenfolge von aufsteigend zu absteigend geändert wird, erfolgt die Änderung für das gesamte Ergebnis, nicht einzeln innerhalb der unteren, seitlichen und oberen Gruppen.

    Bewehrungsobjekte ohne Lagenpräfix werden zuletzt positioniert.

    BDA

    Als Sortierparameter können benutzerdefinierte Attribute vom Typ 'integer' verwendet werden. In der Liste werden nur die BDAs des Typs ‚Ganzzahl‘ angezeigt.

  8. Zur Definition der Reihenfolge, in der die ausgewählten Parameter sortiert werden, verschieben Sie die Zeilen der Parameter nach oben oder nach unten.
  9. Um die Sortierreihenfolge für die Werte eines Parameters festzulegen, klicken Sie auf den Sortierpfeil neben dem Parameternamen.

    Ein Abwärtspfeil gibt an, dass die Parameterwerte absteigend sortiert sind, und ein Aufwärtspfeil gibt die aufsteigende Reihenfolge an.

  10. Zum Speichern der Einstellungen geben Sie einen Dateinamen im Feld oben im Dialogfeld Einstellungen für fortlaufende Bewehrungspositionierung ein und klicken dann auf Speichern.

    Die Einstellungen werden als .snj-Datei im Ordner \attributes des aktuellen Modellordners gespeichert.

  11. Klicken Sie oben rechts in der Ecke auf das X, um das Dialogfeld Einstellungen für fortlaufende Bewehrungspositionierung zu schließen.
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