Bewährte Verfahren beim Modellieren, Validieren und Exportieren für Unitechnik
mit Hilfe der folgenden Anweisungen erreichen Sie das bestmögliche Ergebnis aus dem BVBS-Export.
Genaue Anweisungen zum Unitechnik-Export, zu den Exporteinstellungen und zu anderen verwandten Themen finden Sie unter Unitechnik.
Vorherige Informationsbeschaffung
Informieren Sie sich vor Beginn des Modellierens über Folgendes:
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Welche Fertigungsanforderungen und -beschränkungen gibt es?
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Welche Komplexitätsstufe weisen die Produkte auf?
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Welche Informationen aus dem Modell werden gewünscht?
- Fertigungsgeometrie für Bewehrungsmatten, lose Bewehrung, Einbauteile
- Projekt- und Produktattribute
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Welche Unitechnik-Versionen unterstützt das CAM-System?
Vor dem ersten Projekt:
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Modellieren Sie ein Testmodell mit jedem der typischen Produkte.
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Wählen Sie Ihre Modellierungskomponenten und Modellierungseinstellungen aus.
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Testen Sie den Unitechnik-Export mit jedem der typischen Produkte, und notieren Sie geeignete Einstellungen.
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Erstellen Sie eine Unternehmensrichtlinie für die Modellierung, die alle Daten zu Modellierung, Zeichnungserstellung, Export und anderen Praktiken enthält.
Modellierung
Allgemein
Konstrukteure sollten die Modellierung mit guter Präzision unter Berücksichtigung der Fertigungsanforderungen der Produkte vornehmen. Die erforderliche Genauigkeit variiert von Produkt zu Produkt, und einige Details müssen exakt Geometrie aufweisen, während andere als Attribute vorliegen können, die für Produktionszwecke ausreichend sind.
Da die Fertigung nur bestimmte Informationen benötigt, werden einige Daten in Zeichnungen nicht in die Exportdateien aufgenommen und umgekehrt. Ziel ist ein fehlerfreies Modell, das diszipliniert und strukturiert modelliert wird, sodass es einfach ist, Informationen beim Erstellen von Zeichnungen und Exportdateien ein- bzw. auszuschließen. Alle Informationen werden von der Fertigung verwendet. Daher ist es sehr wichtig, korrekte Informationen zu haben, da fehlende Daten (z. B. Materialdaten oder andere) zu Problemen beim Export führen können. Alle Fehler sind vor der eigentlichen Fertigung schwer zu erkennen.
Zusätzliche Informationen können als benutzerdefinierte Attribute (BDA) sowohl in Zeichnungs- als auch Fertigungsdateien aufgenommen werden. BDA werden auf Objekt- und Projektebene unterstützt. BDA werden auf den Registerkarten HEADER-Block-Datenspezifikation, Daten Spezifikation SLABDATE block, Einbauteil (MOUNPART) und Bewehrung Daten Spezifikation im Dialogfeld für den Export definiert. Einige obligatorische Felder müssen wie vereinbart ausgefüllt werden, z. B. Projektnummer, Produkttyp und Zeichnungsnummer, damit der Import möglich ist. Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Registerkarten finden Sie unter Unitechnik.
Bewährte Verfahren:
- Schließen Sie die Detaillierung eines Produkts ab.
- Führen Sie einen Testexport des Produkts mit vordefinierten Einstellungen (für diesen Produkttyp) durch, überprüfen Sie die resultierende Datei und nehmen Sie gegebenenfalls Anpassungen vor.
- Erstellen Sie die Zeichnung, und bearbeiten Sie diese.
- Schließen Sie die Zeichnung ab, und senden Sie die Zeichnung und eine Fertigungsdatei zur Genehmigung an ein Teammitglied.
- Später werden die Fertigungsdateien von einer bestimmten Person passend zusammengestellt und übergeben.
- Steuern Sie den Entwurfsstatus auf Objektebene im Modell, um den Entwurf, die Genehmigung und die Änderungen sowie die Exportdateisätze nachzuverfolgen.
Die Objektgeometrie wird für das Plotten und die Schalung sowie die Fertigung der Matte und das Schneiden und Biegen der Bewehrung verwendet. Jeder Objekttyp muss eindeutige Einstellungen für NAME und KLASSE aufweisen, um den späteren Export der Inhalte steuern zu können.
Objekte im Modell werden hierarchisch dargestellt. Das bedeutet, dass das zu exportierende Objekt ein Bauteil ist und das Betonhauptteil innerhalb des Bauteils liegt. Andere Teile oder Bewehrungen können direkt mit dem Hauptteil verbunden werden. Aber es ist auch möglich, zunächst eine Unterbaugruppe zu bilden, die über eine eigene Hierarchie und ein Hauptteil verfügt.
Geometrische Objekte in Unitechnik
3D-Objekte aus Tekla Structures werden entsprechenden Objekten im Unitechnik-Format zugeordnet.
(1) Umriss
(2) Ausschnitt
(3) Montageteil (Einbauteil)
(4) Stangenware (Bewehrungsstab)
(5) Stahlmatte (Matte)
(6) BGrinder (Gitterträger)
Umriss und Öffnungen
Jedes Objekt muss einen einheitlichen Umriss haben. Das Element kann Öffnungen/Durchbrüche aufweisen.
Mehrere Umrisse führen beim Plotten des Umrisses und beim Platzieren der Schalung zu Problemen. Die Verwendung mehrerer Umrisse ist in der Regel nicht beabsichtigt und wird dadurch verursacht, dass ein Betonteil, das nicht als Einbauteil festgelegt wurde, oder die Umrissprüfung zu zwei separaten Objekte aufgrund eines Schnitts oder einer Vertiefung führt.
Die Ausrichtung des Objekts und des Umrisses wird durch die Modellierungsrichtung gesteuert, wobei die Einstellung Abziehfläche im Modell und die verschiedenen Einstellungen im Dialogfeld Export verwendet werden. Die Einstellung der Abziehfläche im Modell ist wichtig, da sie die Art der Objekterzeugung in Tekla Structures beeinflusst, was sich wiederum sowohl auf die Exportdatei als auch die Zeichnungen auswirkt. Als Faustregel sollten Platten und Wände im Querformat angelegt werden, ohne dass sich Teile oder Bewehrungen in Richtung des Schaltischs erstrecken; alle Einbauteile und Lücken, die zusätzliche Füllelemente erfordern, sollten zum Schaltisch weisen. Diese Füll-Einbauteile sollten ein Gewicht von 0 aufweisen und aus Zeichnungen und Volumenberechnungen ausgeschlossen sein.
Wenn die Kante eine Form hat, die für einen Schalungsroboter markiert werden muss, erfolgt dies über Linienattributcodes (für Fasen, Aussparungen oder Ausklinkungen). Diese sollten anhand von vorgefertigten Komponenten, Fasen oder Schnitten modelliert werden. Diese befinden sich stets im Umriss und Ausschnitt des geometrischen Objekts. Beim Exportieren können sie automatisch gemäß Unitechnik-Standard zugeordnet werden. Sie können aber auch eine automatische Überschreibung im Export festlegen.
Im Normalfall ist ein AUSSCHNITT ein vollständiger Durchbruch, während Aussparungen in der Fläche durch Einbauteile (MOUNPART) dargestellt werden.
Für Elemente mit standardisierter Form, z. B. vorgespannte Platten, kann das Profil als Attributinformationen enthalten sein.
Das Steuern des Umrisses im Modell erfolgt über ein Objektprofil, das zum Erstellen der Hauptteilgeometrie extrudiert wird. Diese grundlegende Geometrie kann anschließend mithilfe von Schnitten im Modell angepasst werden. Jeder Schnitt muss über eine eigene Klasse oder einen Teilsatz verfügen, damit er später in die Exportgeometrie aufgenommen oder daraus ausgeschlossen werden kann. Wir empfehlen, dass Sie alle Schnitte oder Füll-Einbauteile mit systematischer Ausrichtung modellieren, und beispielsweise auch Start- und Endgriffe in der Wandlängenrichtung modellieren.
Die anfänglichen Schnittteile müssen dem Bauteil hinzugefügt werden; dies führt dazu, dass sie in Listen und in Zeichnungen enthalten sind. Sie können diese nur für die Fertigung relevanten Elemente mit Filtern und Regeln aus Listen und Zeichnungen ausschließen.
Im Beispiel unten wurden die anfänglichen Schnittteile beibehalten und dem Bauteil hinzugefügt. Der Name des Schnittteils lautet „SCHALUNG“, die Klasse ist 111 (Orange) und der Materialname lautet „Zero_weight“ (Nullgewicht).
Das folgende Beispiel zeigt genau dasselbe Wandelement, jedoch ohne die Schalungsteile – sie wurden herausgefiltert.
Beispieldiagramm der Klassen für Modellierungsschnitte (Schnitt enthalten = als AUSSCHNITT, Montageteil enthalten = als MOUNPART):
| Schnitttyp | Modelliert | Exportiert |
|---|---|---|
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Fensteröffnung |
Schnitt mit Klasse 601 (Komponente) |
Schnitt enthalten |
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Türöffnung |
Schnitt mit Klasse 601 (Komponente) |
Schnitt enthalten |
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Andere Öffnung durch das Element |
Schnitt mit Klasse 601 (Komponente) |
Schnitt enthalten |
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Rechteckige Vertiefung in der Mitte des Elements |
Schnitt mit Klasse 602, Füll-Einbauteil mit Klasse |
Schnitt ausgeschlossen, Füll-Mounpart enthalten |
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Rechteckige Vertiefung auf Umriss |
Schnitt mit Klasse 602, Füll-Einbauteil mit Klasse |
Schnitt ausgeschlossen, Füll-Mounpart enthalten |
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Nicht-rechteckige Vertiefung |
Schnitt mit Klasse 602, Füll-Einbauteil mit Klasse |
Schnitt ausgeschlossen, Füll-Mounpart enthalten |
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Schnitte um Einbauteilkomponenten |
Schnitt mit Klasse 602 |
Schnitt ausgeschlossen |
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Eckschnitt der Kante |
Eckschnitt oder Schnitt mit Klasse 603 |
Als Linienattribut |
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Fuge oder Zungenform auf Kante |
Schnitt mit Klasse 603 (Komponente) |
Als Linienattribut |
Einbauteile
Einbauteile werden als Montageteile dargestellt. Zu den Montageteilen gehören zum Beispiel Stahlbleche für Verbindungen, Einbauteile zum Heben, Leerdosen oder Vergussrohre. Jedes Einbauteil sollte als Unterbaugruppe zum Hauptbauteil hinzugefügt werden. Einbauteile werden normalerweise mit vorgefertigten Komponenten modelliert. Es ist wichtig zu überprüfen, ob die Werkzeuge über korrekte Materialien und Attribute verfügen und dass die Einbauhierarchie korrekt ist. Einbauteile sollten eindeutig klassifiziert werden (empfohlen 100–109, andere Stahlteile als 99). Stahlteile können auch automatisch erkannt werden.
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Es gibt verschiedene Optionen zur Darstellung der Einbauteile: exakte Geometrie, Grenzrahmen oder Symbol.
- Einbauteile, die als Bewehrungen modelliert werden, können in Montageteile umgewandelt werden.
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Kleine Schnitte innerhalb der Einbauteil-Modellierungskomponenten sollten in der Regel ausgeschlossen werden, was durch eine separate Identifizierung mittels Klasse möglich ist.
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Dämmschichten können als Montageteil hinzugefügt werden, das mittels Klasse identifiziert wird.
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Oberflächenbehandlung können als Montageteile exportiert werden. Oberflächenobjekte werden nicht unterstützt.
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Jedem Montageteil können zusätzliche Attribute hinzugefügt werden.
Beachten Sie Folgendes:
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Verwenden Sie aussagekräftige Namen oder Identifikationscodes für Einbauteile, z. B. das Hauptteil der Komponente.
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Einbauteile und Unterbaugruppen, die dem Bauteil hinzugefügt werden, müssen vollständig zum Bauteil in Tekla Structures hinzugefügt werden. Einbauteile oder andere Verbindungselemente, die keinem Bauteil in Tekla Structures zugewiesen sind, werden beim Exportieren in die UT-Datei nicht berücksichtigt.
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Verwenden Sie logische hierarchische Strukturen, und wählen Sie ein sinnvolles Hauptteil für eine Einbauteil-Unterbaugruppe aus.
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Prüfen Sie die Unterbaugruppenhierarchien. Sie sollten nicht mehr als zwei Ebenen innerhalb der Unterbaugruppe verwenden.
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Überprüfen Sie Platzierung, Klassen, Positionierung, Namensgebung.
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Betten Sie Einstellungen der BDA-Registerkarte zur Anpassung der Einbauteildarstellung ein.
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Halten Sie eine Liste aller Einbauteile und Bewehrungen im Projekt vor, einschließlich ihrer Namen und Klassen.
Geschnittene und gebogene Bewehrung und Bewehrungsmatten
Geschnittene und gebogene Bewehrung kann mithilfe der normalen Funktionen und Komponenten für die Bewehrungsmodellierung modelliert werden. Bewehrungen sollten korrekt mit den korrekten Hauptteilen verbunden werden, aber dies ist bei sorgfältiger Modellierung selten ein Problem.
In der Regel weisen die Elemente eine sehr hohe Anzahl an Bewehrungen auf, aber nicht alle davon müssen zwingend in die Exportdatei geschrieben werden. Es reicht aus, jene zu schreiben, die entsprechend der korrekten Geometrie erzeugt oder quantifiziert werden müssen. In einigen Fällen ist es empfehlenswert, die hervorstehenden Bewehrungsstäbe für einen besseren Export aus Bauteilen auszuschließen. Gebogene Bewehrungsformen werden in den meisten Anzeigeprogrammen in abgewickelter Form in der XY-Ebene dargestellt. Gebogene 3D-Bewehrungsstäbe werden im Format nicht unterstützt.
Der Bewehrung wird automatisch ein Bewehrungstyp für die Bezeichnung im Fertigungssystem zugewiesen. Sie können diese Logik umgehen, indem Sie den Bewehrungstyp für gewünschte Gruppen manuell in BDA für Bewehrung hinzufügen.
Mattenstäben werden automatisch die Bewehrungstypen 1 und 2 oder 5 und 6 zugewiesen. Die Typen 1, 2, 5 und 6 stellen die Installationsebene in der Form dar. 1 und 2 für Matte in der unteren Lage, 5 und 6 in der oberen Lage.
Bewehrungen können auch mithilfe von BDA für Bewehrung gruppiert und als Korbobjekte klassifiziert werden. Es ist sehr wichtig sicherzustellen, dass Bewehrungen nicht versehentlich als Matte oder Korb gruppiert werden.
Jeder Stabgruppe sowie jedem Stab können zusätzliche Attribute hinzugefügt werden.
Unitechnik unterstützt sowohl ebene Matten als auch gebogene Matten. Matten können als Mattenobjekte oder als quer Gruppen aus überkreuzenden Stäben modelliert werden. Wenn Sie als Stabgruppen modelliert werden, müssen die Stäbe anhand der Klasse (Empfehlung einer zweistelligen Klasse, z. B. 13–19) oder des Namens im Exportdialogfeld identifiziert werden. Wenn keine Stabgruppen als Matte festgelegt werden sollen, dürfen Sie diese Einstellung nicht verwenden.
Die modellierten Schnitte werden auch zum Schneiden von Matten und Stäben im Objekt Tekla Structures verwendet.
Tekla Structures enthält mehrere Funktionen zum Erstellen von Matten für Fertigteilobjekte, zum Beispiel Mattenstäbe, Mattenanordnung und Wandplattenbewehrung.
Jedem Mattenobjekt und jedem Stab innerhalb der Matte können zusätzliche Attribute hinzugefügt werden.
Beachten Sie Folgendes:
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Modell gemäß den Fertigungsbeschränkungen.
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Überprüfen Sie Platzierung, Klassen, Positionierung, Namensgebung.
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Eine Matte kann im Tekla Structures-Modell mit Mattenobjekten oder Stabgruppen entworfen oder erstellt werden. Wenn die Matte in zwei Richtungen gebogen ist, kann sie nur als Stabgruppe modelliert werden. Der UT-Dateiexport enthält mehrere Optionen zur Beeinflussung der Mattenerstellung.
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Eine Matte im Tekla Structures-Bauteil, die aus Längs- und Querdrähten besteht, muss wie folgt definiert werden:
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über dieselbe Klasse (Farbe) oder
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über denselben Namen
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Unterscheiden Sie Namen und Klasse pro Matte, beispielsweise die untere und obere Matte innerhalb einer Wandschale.
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Außerdem sollten Sie losen oder zusätzlichen Bewehrungsstäbe eine eigene Klasse zuweisen. Abhängig von den Maschinen und Prozessen im Werk müssen Sie eventuell bestimmte Bewehrungen aus einem Bauteil beim Exportieren in die UT-Datei ausschließen. Das ist durch Ausschließen der fraglichen Stäbe anhand der Klasse ganz einfach. Die Klasse dient auch zur Unterscheidung von Bewehrungen für die nicht automatisierte Fertigung.
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Es gibt weitere Funktionen zur Überprüfung der Matte oder zum Hinzufügen zusätzlicher Drähte zur Stabilisierung, wenn die Matte Öffnungen aufweist. Überprüfen Sie die Dialogfeldeinstellungen auf der Registerkarte Bewehrung.
Im Beispiel unten werden Bewehrungsstab und Matte für Wandplatten auf Grundlage der vorgeschlagenen Logik erstellt.
Die eingestellte Mattenfarbe ist Rot mit Klasse 79, die zusätzliche Bewehrung blau mit Klasse 88. Weitere Bewehrungen, die später im Fertigungsprozess manuell zur Matte hinzugefügt werden, sind gelb mit Klasse 6 und grün mit Klasse 87 eingestellt. Die Bewehrung, die zu Einbauteilen gehört, ist lila mit Klasse 7. Eine solche Struktur macht es sehr einfach, Bewehrungsstäbe aus der automatisierten Mattenfertigung auszuschließen und den UT-Dateiinhalt an die Werks- oder MC-Anforderung anzupassen.
Gitterträger
Gitterträger für Halb- oder mehrlagige Strukturen werden durch eine Unterbaugruppe identifiziert, die aus Bewehrungsgruppen besteht und diese mit einer bestimmten Klasse bezeichnet, die im Exportdialogfeld definiert wird (empfohlene Klasse 105). Der Obergurt sollte das Hauptteil der Unterbaugruppe sein.
Es werden sowohl Träger aus Stahlteilen als auch solche aus Bewehrungen unterstützt, jedoch werden Bewehrungsstäbe empfohlen.
Die beste Methode zum Modellieren von Gitterträgern ist das Verwenden von Modellierungskomponenten wie dem Werkzeug Gitterträger aus Tekla Warehouse.
Spannglieder
Spannglieder sollten als Bewehrungsgruppen modelliert werden. Spanngliedbewehrungsgruppen sind üblicherweise vom Bewehrungstyp 9. Die beste Methode zum Modellieren von Spanngliedern ist das Werkzeug Hohlplatte-Bewehrungsspannglieder.
Die Spannglieder sollten in etwa dem Standard entsprechen, damit sie in der Fertigungsdatei durch ein Identifizierungszeichen innerhalb des Hauptteils dargestellt werden können, z. B. einen Spanngliedcode und die Anzahl der Spannglieder. Mit dem Werkzeug Hohlplatte-Bewehrungsspannglieder kann dieser Spanngliedcode automatisch in die Slabdate-Daten übernommen werden. Andernfalls muss er manuell mit BDA gesteuert werden.
Produktinformationen
Über die Geometrie hinausgehende Produktinformationen können als Text- oder Zahlendaten hinzugefügt werden. Diese Daten können auf einer beliebigen Hierarchieebene liegen, aber die wichtigsten Produktinformationen werden in HEADER und SLABDATE aufgenommen.
Folgende Angaben werden automatisch hinzugefügt:
- Namen der Reihenfolge und des Elements (diese müssen jedoch im Export-Dialogfeld eingestellt werden)
- Maximale Produktabmessungen, Länge, Breite im Platten-Block und Dicke im Produkt-Block
- Gesamtgewicht im Slabdate-Block
- Produktmaterial im Slabdate-Block in den Layerdaten. Viele Layer können exportiert werden, aber in den meisten Fällen bietet die Verwendung von nur einem Layer die besten Ergebnisse.
- Produktkoordinaten innerhalb des Projekts (Modell) im Header-Block
- Produkttyp (dieser muss innerhalb des Hauptteil-BDA eingestellt werden) im Header-Block
- Bewehrungstyp im Stangenware-Block
- Gruppennummern von Bewehrungskörben
- Transportinformationen
Weitere empfohlene manuelle Informationen:
- Der Name des Modellerstellers
- Der Entwurfsstatus
- Stab- und Montageteil-Bezeichnung
- Die Anzahl der Spannglieder (falls zutreffend)
- Montagesequenz (falls zutreffend)
Weitere optionale manuelle Informationen:
- Projekt-Informationen
- Spezielle Anweisungen zu Montageteilen
- Spezielle Anweisungen zum Betonieren
Außerdem können beliebige BDA oder manuelle Texte in die Infofelder eingefügt werden.
Produkttyp
Als obligatorische Einstellung muss der UT-Produkttyp für jedes Hauptteil eines Bauteils festgelegt werden.
Der Produkttyp ist nicht standardmäßig eingestellt. Wählen Sie einen Produkttyp für das im Modell ausgewählte Element aus der vordefinierten Optionsliste aus.
Sie sollten den UT-Produkttyp in den Modellierungseinstellungen und Komponenten speichern.
Die am häufigsten verwendeten Typen sind:
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Massivwand
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Elementplatte
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Sandwichelement
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Doppelwand (Erstfertigung)
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Doppelwand (Zweitfertigung)
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Massivdecke
Es ist sehr wichtig, die Doppelwand und die Sandwich-Wand für beide Schalen korrekt zu definieren.
Sie können zusätzlich zu den vordefinierten Typen auch eigene Produkttypen definieren.
Wir empfehlen außerdem, systematisch Informationen über das Produkt zu erfassen und auf dem neuesten Stand zu halten.
Unternehmensspezifische Modellierungsrichtlinien
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Verwenden Sie Klassen, um die Elementgeometrie und die Teil-/Bewehrungsfilterung zu steuern.
- Enthalten/ausgeschlossen, automatisiert/nicht automatisiert, Matte/lose Stäbe
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Definieren Sie den BDA-Inhalt zur Definition des Produkts.
- Projekt-BDA
- Unitechnik-Produkttypen, Lage, zusätzliche Informationen
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Was tun mit verschiedenen Typen von Elementöffnungen und -vertiefungen
- Geschalt, geplottet oder ausgeschlossen
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Verwenden von Schalungsformen für Standardkanten
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Standardmatten, Bewehrungsstäbe und Einbauteile gemäß den Werksanforderungen definieren
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Stabdurchmesser, Abstände, Biegungen, Überstände, maximale Abmessungen, Schnitte
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- Abziehfläche für Schaltischausrichtung definieren
- Exporteinstellungen für jedes Produkt erstellen und für jedes Projekt anpassen
Attributinformationen
Projektattribute
Zur Optimierung und für die Erzielung bestmöglicher Ergebnisse sollten die zu exportierenden und in der Unitechnik-Datei zu verarbeitenden Tekla Structures-Bauteile gut strukturiert sein. Die Modellierungstechnik hat direkte Auswirkungen auf das Ergebnis der UT-Datei.
Die folgenden Anleitungen stellen die obligatorischen und am häufigsten benötigten Einstellungen im Tekla Structures-Modell vor.
Die UT-Datei enthält einen dedizierten Header-Block mit allgemeinen Informationen über das Projekt, zu dem das zu fertigende Bauteil gehört.
Im Dialogfeld für den UT-Dateiexport kann der Inhalt des Header-Blocks der UT-Datei anhand der Projekteinstellungen des Tekla Structures-Tragwerksmodells definiert werden. Alle relevanten Informationen sollten zu Beginn des Projekts in den Projekteigenschaften festgelegt werden.
Benutzerdefinierte Attribute (BDA)
Jedes Hauptteil eines Bauteils in Tekla Structures, das in eine UT-Datei exportiert werden soll, erfordert zusätzliche Informationen, die im Modell gespeichert werden müssen. Sie können hierfür benutzerdefinierte Attribute (BDA) verwenden. Die BDA werden in der Datei Tekla Structuresobjects.inp definiert. Diese Datei ist für jede Konfiguration vorhanden, aber ihr Inhalt richtet sich nach der Tekla Structures-Benutzerrolle. In der Fertigteil-Konfiguration befindet sich diese Datei im Ordner ..\ProgramData\Tekla Structures\<version>\environments\common.
Die Registerkarte Unitechnik für den UT-Dateiexport für Fertigteilelemente muss verfügbar sein.
Elementbezeichnung
Die UT-Datei enthält geometrische Informationen für das zu fertigenden Bauteil sowie dessen Eigenschaften, darunter Namen und Materialien.
Sie sollten allen Elementen eines Bauteils (Hauptteil, Einbauteil, Bewehrung) aussagekräftige Bezeichnungen zuweisen, um die Verständlichkeit der UT-Datei zu erhöhen, z. B. bei einer Prüfung vor der Fertigung. In den meisten Systemen sollte der Name der PDF-Zeichnung mit dem Namen der Unitechnik-Exportdatei übereinstimmen.
Elementpositionierung
Generell wird eine eindeutige Positionierung benötigt. Die ACN-Positionierung ist sehr praktisch, um sicherzustellen, dass der Export jedes Teil in eine separate, nachverfolgbare Exportdatei und eine PDF-Zeichnung schreibt. Die Bewehrungspositionen können mithilfe einer auf die Fertigung abgestimmten Logik in Stabobjekte eingefügt werden.
Elementfarbcodierung
Tekla Structures-Elemente wie Teile und Bewehrungen können einfach anhand der Klasse gefiltert werden.
Selbstprüfung der Exportdatei
- Führen Sie nach dem Exportieren eine Prüfung durch.
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Rufen Sie die geometrischen Objekte innerhalb der Platten Blöcke auf, und visualisieren Sie sie nacheinander.
- Untersuchen Sie mögliche Fehler in Benachrichtigungen, Logs und Betrachtern.
- Überprüfen Sie das Änderungsdatum und die Benennung der Dateien.
- Überprüfen Sie die Hauptattribute für HEADER und SLABDATE.
- Überprüfen Sie die Ausrichtung auf dem Schaltisch.
- Überprüfen Sie Umriss- und Linienattribute.
- Überprüfen Sie die Anzahl der exportierten Objekte.
- Überprüfen Sie die wesentlichen Funktionen von Bewehrung und Mattengeometrie. Überprüfen Sie, ob die Mattenfertigungsbeschränkungen berücksichtigt und korrekt umgesetzt wurden.
- Überprüfen Sie das resultierende Einbauteil-Plotten.
- Beheben Sie mögliche Probleme in Tekla Structures. Führen Sie anschließend Export und Prüfung erneut durch.
- Ohne hinreichende Prüfung der Exportdateien sollten Sie diese Dateien nicht in das CAM-System importieren.
- Legen Sie die Dateien in separaten Ordnern ab (zu prüfen/fehlerhaft/geprüft und bereit für den Import).