Checkliste für ungewolltes Verhalten in Benutzerdefinierten Komponenten
Not version-specific
Tekla Structures
Environment
Not environment-specific
Germany
Hier folgt eine nicht abschließende Liste von Möglichkeiten, wie ein ungewolltes Verhalten von Benutzerdefinierten Komponenten behoben werden kann bzw. ein paar Tipps zur Gestaltung von Benutzerdefinierten Komponenten.
- Namensgebung der Parameter und Bindungen je nach Objekt unterschiedlich, z.B. für Steife Präfix ST1_, ST2_, … voranstellen.
- Formeln möglichst einfach halten. Komplexe Formeln in mehrere einfache Formeln aufteilen.
- Erweiterte Option XS_CYCLIC_SOLVER_MAX_LOOPS erhöhen
- Lage oder Eigenschaften (z.B. Profil, Profiltyp, Drehung) von Haupt- und Nebenteil(en) im Komponenten-Editor testweise verändern.
- Alle für den späteren Anwendungszweck denkbaren geometrischen (Extrem-)Situationen testen.
- Bindungen an andere Ebenentypen (vorzugsweise Komponentenflächen oder Mittelebenen) vornehmen
- Zu Beginn möglichst wenige Komponenten-Objekte im Komponenten-Editor vorhalten und dann nach und nach weitere Komponenten-Objekte einfügen und binden. Hierdurch bleibt das Erstellen übersichtlicher und spätere Objekte können besser auf bereits vorhandene Eigenschaften der Komponente zurückgreifen.
- Dokumentation (Spezifikation) der Bindungen vornehmen. Entweder in einem separaten Dokument oder in der Variablenliste dokumentieren, an welche Ebene bzw. Objekt ein Punkt gebunden wird.
- Gleiches gilt für Referenzabstände oder für Referenzwerte.
- Bei Verwendung von magnetischen Ebenen sicherstellen, dass nicht versehentlich andere Punkte in der magnetischen Ebene liegen können, wodurch das Verhalten der Komponente falsch beeinflusst wird.
- Nach Änderungen im Komponenten-Editor gegebenenfalls die bereits modellierten Komponenten löschen und erneut einfügen, damit auf alle Fälle die aktuelle Version angewendet wird.
- Wenn Parameternamen geändert werden sollen, sollte immer zunächst eine neue Zeile für den neuen Variablennamen mit der entsprechenden Formel angelegt werden. Anschließend alle Formeln abändern, in denen der ursprüngliche Parameternamen verwendet wurde. Nach einer eingehenden Prüfung kann der alte Parameter gelöscht werden.
- Diese Vorgehensweise ist wichtig, da Formeln in der Variablenliste gelöscht werden, wenn ein verwendeter Parameter nicht mehr vorhanden ist. Stattdessen wird dann der zuletzt berechnete Wert als Formel angegeben.
- Sicherungskopien der Benutzerdefinierten Komponenten im Komponenten-Editor erstellen (Speichern unter), da nur bedingt Schritte rückgängig gemacht werden können.
- Für die Ursachenforschung in komplexen Komponenten bietet es sich an zunächst Sicherungskopien zu erstellen und dann die Komponente schrittweise zu vereinfachen, indem einzelne Komponenten-Objekte gelöscht werden, die Komponente gespeichert und getestet wird, bis die Ursache gefunden ist.
Alternativ oder parallel dazu eine einfache Komponente zusätzlich erstellen und mit dieser das Verhalten testen. - Prüfen, dass alle Formeln, die Berechnungen durchführen, in der Ausgabe im Dialogfenster ausgeblendet sind.
- Beim Erstellen von Bindungen darauf achten, dass die Objekte zuvor korrekt platziert sind, so dass möglichst nur positive Abstände für die gewünschte Bindung entstehen. Ansonsten die Bindung entfernen und das Objekt nochmals verschieben oder anpassen, so dass die Bindungen dann positive Werte aufweisen. Vor allem bei Nutzereingaben sollte hierauf geachtet werden!
- Wenn das Dialogfenster mit dem Komponenten-Dialogeditor bearbeitet wurde und nach dem Speichern kein Dialogfenster angezeigt wird, sollte die zugehörige inp-Datei mit einem Text-Editor geöffnet werden und geprüft werden, dass es keine doppelten Eingabefelder mit gleichem Namen gibt. Dies kann vor allem dann passieren, wenn Eingabefelder eingefügt und kopiert werden.
- Fertige Komponenten in einem anderen Modell testen.
Vor dem Export der Komponente eine standard Datei mit sinnvollen Werten speichern.